Projektmanagement nach Scrum

Grounded Theory bewirkt einen gemeinsamen Arbeitsprozess, der zu komplex ist, um ihn vorab verlässlich planen zu können. Das Team der Studierenden sollte zudem inhaltlich in hohem Maße mitentscheiden können.

Besondere Anforderungen wurden daher an das Projektmanagement gestellt. Die Wahl fiel auf die Projektmanagement-Methode Scrum, die ursprünglich aus der Softwareentwicklung stammt, aber auch für andere offene Teamprozesse angewandt werden kann. Ein Management „von oben“ sowie traditionelle Methoden der Kommunikation oder Projektsteuerung werden hierbei abgelehnt – das Team erhält so von Anfang an ein hohes Maß an Eigenverantwortung.

Es gibt innerhalb des Scrum-Systems definierte Rollen und wenige fest einzuhaltende Prinzipien, um das Maximum an Produktivität mittels der Selbstorganisation des Teams zu erreichen. Zu den Rollen gehören das Entwicklungsteam, hier die Forschungsgruppe, der „Product Owner“ als Schnittstelle zum Auftraggeber Friedrich-Ebert-Stiftung sowie administrative Leitung und ein sogenannter „Scrum Master“. Dieser achtet auf die Einhaltung der Rollen und Regeln und fungiert als Coach des Teams.

Ein „Sprint“ gibt eine feste zeitliche Taktung für Arbeitsaufgaben vor, bei „Sprichst du Politik?“ jeweils eine Woche. Elementarer Bestandteil ist das regelmäßige Feedback aller Beteiligten über ihre Vorhaben, Ergebnisse und Prozesse, um die erwünschte Beteiligung und Weiterentwicklung aller Teammitglieder zu sichern.

Für die korrekte Anwendung des Scrum-Prozesses und eine einheitliche interne Dokumentation ist es sehr hilfreich, entsprechende Software zu nutzen. Im Falle dieses Forschungsprojektes kam das onlinebasierte System agilo von www.agile42.de zum Einsatz. Eine Vertiefung zum Thema Scrum findet sich beispielsweise im Internet auf www.scrumalliance.org.